Über mich

 

Seit ich sprechen kann, wollte das, was ich wahrgenommen habe, aus mir gesagt werden - in meiner frühen Kindheit oft zum Leidwesen meiner Eltern.

Irgendwann habe ich dann oft nicht mehr gewagt, auszudrücken was in mir nach Ausdruck drängte, oder nicht alles. Gut ging es mir nie damit und immer drängte es in mir, Wege zu finden, auszudrücken was ausgedrückt werden wollte auf eine Art, die ankommen und vom Gegenüber nach Möglichkeit genommen werden kann. Meine bisherige Erfahrung damit ist: Es gibt wundersame Türen, die sich öffnen können, und keine Garantie, dass das geschieht: manchmal ist die Konstellation einfach so vertrackt, dass genau meine Wahrheit, mein So-sein in dem Augenblick, wie unschuldig es auch immer ist, bei dem anderen auf ein Trauma trifft, und dann bleibt oft nur Abstand und erst mal getrennte Wege gehen.

Wenn ich lüge oder einfach nur Dinge verschweige, die wesentlich da sind, krampft sich etwas in mir zusammen und ich bin unlebendig.

Seit etwa vier Jahren habe ich vielfältige Erfahrungen mit den Grenzen und Möglichkeiten von wahrhaftiger Kommunikation nach den Empfehlungen von Scott Peck gesammelt. Scott Peck nennt seinen Ansatz Gemeinschaftsbildung, aktuell kristallisiert sich die Bezeichnung WIR Prozess heraus, die ich auch am sprechendsten finde. Besonders wenn wir die Körpersprache, Bewegungsimpulse und vorsprachliche Ausdrucksweisen mit einbeziehen, ist ein Austausch, wie er durch diese Empfehlungen in Gang kommen kann, die fruchtbarste Art und Weise zwischenmenschlicher Verständigung, die mir bisher begegnet ist.

Scott Peck spricht von einem „Laboratorium für persönliche Abrüstung“ - letztlich zielen all seine Kommunikationsempfehlungen darauf ab: auf persönliche Abrüstung.

Meine glücklichsten Augenblicke mit Menschen sind die, in denen wirkliche Begegnung stattfindet, in der Wahrheit des Augenblicks, wo keiner sich versteckt. Wo wesentliche Dinge ausgesprochen werden oder sich zeigen dürfen und ans Licht kommen. Lange kannte ich diese Erfahrung nur in einer Begegnung zu zweit oder in einer Gruppe mit einem besonders begabten und charismatischen Gruppenleiter, der die Energien in der Gruppe lenkte. Der WIR Prozess nach den Kommunikationsempfehlungen von Scott Peck öffnet die Möglichkeit, dass sich solche Erfahrungen ohne einen Leiter ganz organisch innerhalb einer ganzen Gruppe von Menschen und natürlich auch zu zweit entfalten können.

Mehr zu mir und dem, was mich bewegt und mir am Herzen liegt auf: www.liebewahrheit.de

siehe dort auch:

UnterMenschen - Bericht über meine erste Erfahrung mit dem WIR Prozess